Gegenseiten

Bildschirmfoto 2016-02-23 um 06.29.23

Manchmal sehe ich etwas nicht. Sehe es solange nicht bis ich in einem anderen Zusammenhang den Blick eröffnet bekomme. Die Schilder (von Hinten) waren bisher immer Bilder von Ortstafeln oder Flurnamenschilder, jedenfalls freistehende Objekte. Jetzt: das am Haus befestigte Objektschild. Ein ganz anderer Kontext, ein anderer Typ von Schild, ein Namensschild vermutlich, ein Schild welches von einem Gewerbe erzählt vielleicht. Einerseits gibt es bei mir Fotoarbeiten die bewußt den Text im Bild suchen und solche eben die bewußt den – vorhandenen – Text verweigern. Diese Bilder beharren auf den Bildstatus.

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Experimente Ende Februar

Körper und Fläche. Verfestigung und Auflösung. Zufällige Konstellationen. Arbeit an FELD 49 und an MTB (Mann vom Tannenbach). An Modell und Geschichte. Zwischen Körper und Bild (3D und 2D) liegt das Modell. Dem Ziel eines Modells des Modells einen (kleinen) Schritt näher gekommen. Die Arbeit am Begriff Modell funktioniert nur mittels des Modells. Neben der Arbeit am Zeichentisch und Bautisch, die Arbeit des Spaziergängers – das Finden von Bildern im Draussen.

NOTIZEN : Zur Fotografie : Zu Zugängen

Notitz EINS:

Die Fotografie ist auf die Verdichtung der Dinge angewiesen. Die Dichtheit ihrer Beschreibung ist dem Moment der Dichtheit – der Kunstähnlichkeit – der Welt geschuldet.

Notiz ZWEI:

Die Zugänge zu einem Territorium können durch Disziplinen definiert werden. Der Blick der Geologin, der politische Zugang, die soziale Studie, die Architekturgeschichte etc. Der Zugang des Künstlers ist UNDISZIPLINIERT. Obwohl, auch er bringt seine Disziplin mit, seinen Stil, seine Themen. Sagen wir es so: es ist der Versuch einen undisziplinierten Zugang zu finden. Vielleicht kann das in einer gewissen Strenge der Durchmischung geschehen.

Notiz DREI:

Ich fotografiere mit einer digitalen Compactcamera, einem Amateurgerät. Erstens weil ich es sorglos immer dabei haben kann, ohne an das Fotografieren denken zu müssen. Zweitens – und das ist entscheidend – weil ich mit apparativ nicht vom sogenannten Knipser unterscheiden möchte. Die Differenzen der künstlerischen Arbeit sollten nicht über den Apparat, die Qualität der Ausarbeitung oder die Grösse der Bilder definiert werden. Das bringt mit sich auf die Geräte des Alltags zurückzugreifen, d.h. auch die Farben und Leinwände im Baumarkt zu kaufen. Die Ausarbeitung dort zu machen wo sie alle AlltagsknipserInnen machen.