CARLA NIMPFER

Diese Seite bietet  einen Überblick über die Arbeiten von Carla Nimpfer (1982 bis 2012). Die Aufarbeitung des Werkes ist im Gang. Erste Arbeiten wurden in der Ausstellung IMCN (In Memoriam Carla Nimpfer) im ORF (Dornbirn, Austria) im Oktober und November 2012 gezeigt.

Zur Biografie: Carla Nimpfer wurde als Tochter von Nina Nimpfer und Josef Merz geboren. Sie verbrachte einige Jahre in einem Internat. Ihr Studium der Physik und Biologie hat sie frühzeitig abgebrochen. Ein Zimmerbrand wurde für sie zu einem traumatischen Erlebnis. Nach den Studienjahren in Graz begann sie mit ihrer künstlerischen Arbeit.
Ihre Arbeiten signierte sie immer mit Carl Nimpfer, auch im sozialen Netz war sie als männlicher Künstler bekannt. 2010 unternahm sie eine Weltreise. Sie reiste nach Mexiko, New York, Buenes Aires, Lima, Afrika, Indien, Japan, China, Moskau und Polen. Diese Reise diente auch der Erforschung der Familiengeschichte, hier legte sie Abstecher nach Frankreich und Österreich ein. Die Reisen dienten auch der Rekonstruktion von kunsthistorischen Arbeiten, Nachstellungen von Künstlerreisen oder einzelnen Arbeiten.
Am 21. Juni 2012  – hundert Jahre nachdem ihr Urgrossvater bei der Durchreise in B vielleicht dem Zug entstiegen ist – posierte sie nackt auf der Treppe in einer Pension in B um mit Selbstauslöser ein Foto zu machen, dabei kam sie unglücklich zu Sturz und brach sich das Genick, sie war sofort tot.  Am Schreibtisch ihres Arbeitsraumes fand sich eine Notiz, dass alles was in der Wohnung gefunden würde, einem Künstler aus B übergeben werden solle. Er wurde zum Nachlassverwalter bestellt.

Das Spektrum ihrer Arbeiten reicht von Collagen, Zeichnungen über Fotografien und Objekte bis zu Performances und Installationen.

Die Arbeit REFLECTING aus dem Jahr 2007 ist eine Videoinstallation in einem Park. Mitten ins Gebüsch setzte Nimpfer einen TV_Monitor, dieser zeigte Aufnahmen aus dem Gebüsch. Damit gab es eine Zeitungleichheit zwischen den Bildern am Monitor und der tatsächlichen Vegitation. Eine vergleichsbare Arbeit entstand 2008 unter dem Titel DIE REISE DER PFLANZEN: Der Monitor war auch im Unterholz, er zeigte aber Videoaufnahmen aus dem Amazonas, also eines Unterholzes ganz anderer Art. Ein Dokumentationsfoto dieser Installation ist bisher nicht aufgetaucht, es fehlt auch eine Dokumentation der dritten ähnlichen Videoarbeit ZONEN (es gibt nur in den Notizen einige Arbeitsbemerkungen). Hier zeigte der Monitor – vielleicht waren es auch mehrere – Pflanzen auch anderen Höhenzonen der Alpen, jeweils andere als in der Position des Monitors zu sehen waren. Arbeiten mit Pflanzen mit Natur im Grossen und Kleinen kommen bei CN sehr häufig vor.

Diese Arbeit ZWEITE LANDSCHAFT stammt aus einer Serie von Aufnahmen in Tierparks. CN war von den eigentümlichen Landschaften in Zoos und Tierparks fasziniert. Scheinbar natürlich, dennoch auf den ersten Blick künstlich.

WINDOW eine Arbeit aus dem Jahr 2004. Fotodruck auf Büttenpapier. Rekonstruktion durch HM. Die Originalabzüge sind verloren gegangen. Immer wieder tauchen in den Arbeiten von CN Bezüge zum GROSSEN GLAS und zu FRESH WIDOW von MD auf. Ihr Zimmer war vollgefüllt mit Zimmerpflanzen und Kisten aus den Nachlässen der Familie. „Das sind die Quellen meiner Arbeit“, sagte sie in einem Interview mit einer Kunstzeitschrift. Einerseits malte sie die Farben der Blumen nach – etwa in MEINE ZIMMERPFLANZEN NR.7 – oder sie fotografierte Szenen in welchen die Pflanzen auftauchen. Etwa die Arbeit HIBISKUS aus dem Jahr 2008.

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